Abend(e) der Begegnung

Eine Veranstaltung war unserer Vorbereitungsgruppe für die 25-Jahr Feierlichkeiten sehr wichtig. Der „Abend der Begegnung“ nur für aktive und ehemalige Haupt- und Ehrenamtlich Mitarbeitende. Wie wunderbar war es da doch, dass wir im Gartensaal feiern durften. Allein die Vorbereitung war eine Riesenfreude für mich. Milou und Flint hatte ich heimlich gebucht, eine „25-Jahre-Hospiz-Luise-keine-Nieten-Tombola“ organisiert und mit Frau Prowaznik von der Veranstaltungsplanung im Gartensaal für die kulinarischen Freuden gesorgt. Das Serviceteam war unglaublich freundlich und auf Zack und rund 70 Gäste sind der Einladung gefolgt. Da haben wir mal nur uns selber gefeiert. Es gab keine Grußworte, sondern ein großes Dankeschön unserer Hospizleitung Kurt Bliefernicht. Mitarbeitende, die sich lange nicht gesehen haben, sind sich in den Arm gefallen, haben sich ausgetauscht, zusammen gelacht, erzählt, der Musik gelauscht und das feierliche Ambiente genossen. Da sagen Bilder auch irgendwie mehr als Worte, obwohl ich mich an diesem Abend sehr zurückgehalten habe, denn ich wollte auch gerne „begegnen“.

Die Verlosung war auch im Vorfeld schon spannend, denn ich hatte sehr kurzfristig Preise angefragt, weil meine Tage momentan irgendwie auch nur 24 Stunden haben. Aber die Hannoveraner haben sich sehr großzügig und spontan gezeigt und ich möchte an dieser Stelle unbedingt DANKE sagen:
Astor Kino, aqua Laatzium, Hotel am Kronsberg, Kastens Hotel Luisenhof, Leibniz Theater, Leonardo Hotel, Mezzo, NDR, Recken Hannover-Burgdorf, Salzgrotte Hannover, Wasserwelt Langenhagen, Yogabande, Yogahof und edlen Spendern, die uns den Kauf von weiteren Gutscheinen möglich machte.
Am Ende war es wie bei jeder Verlosung – einige waren superglücklich, andere haben getauscht und die nächsten waren schon genug beschenkt durch diesen zauberhaften Abend.IMG-20191219-WA0025

Gestern Abend durften dann einige das unfassbar aufregende Spiel der Recken gegen Erlangen sehen. Dazu war auch extra Sr. M. Hanna aus dem Mutterhaus in Hildesheim angereist. Sie hat früher selbst Handball gespielt und konnte meinem Chef noch einiges beibringen. In der ersten Halbzeit lagen die Recken dann irgendwann 11:16 zurück und neben mir schrieb Sr. M. Hanna eine Nachricht im Chat des Mutterhauses. Sinngemäß stand dort, dass es jetzt mal weitere Unterstützung braucht. Beten und Kerzen anzünden. Das wurde sofort in Hildesheim umgesetzt und nach der Pause begann die aufregende Aufholjagd der Recken – mit Erfolg. Ich denke die Kerzen haben geholfen und wir haben ein wundervolles Vorweihnachtsgeschenk erhalten. In einem anderen Block saßen noch die Gewinner*innen unserer Tombola und haben mitgefiebert. Meine Kollegin Melanie und mein ehemaliger Kollege Erhard. Alle ausgestattet mit unseren wunderschönen Beuteln, die DELLA gestaltet hat, waren wir doch schließlich der „Jubilar des Tages“.

Mein Puls hat gerast, mir taten die Finger vom Klatschen weh, zwischendurch konnte ich vor Aufregung nicht sitzen bleiben. Links und rechts fiebernde Gesichter, eine unglaubliche Stimmung und Gemeinschaft. Leben pur.
Das alles, während im Hospiz das Friedenslicht gebracht wurde. Die Kinder, die dann singen und ihre gelernten Verse aufsagen. Am Ende ihre Mandarine einsammeln. Weiterziehen.
Jetzt werde auch ich am Heiligabend eine Kerze am Friedenslicht anzünden und in einer Laterne mit nach Hause nehmen. Wenn ich das so schreibe, dann wird es still in mir, ich denke an alle, die dieses Jahr ein schweres Fest vor sich haben. Weil jemand fehlt, da eine Lücke ist, die sich nicht so einfach füllen lässt. Kennt ihr so jemanden? Dann greift doch zum Telefon, oder packt eine Kiste mit Keksen und nehmt auch gleich eine Kanne Tee oder Kaffee mit. Verbringt Zeit mit euren Freunden, die euch brauchen und es vielleicht nicht sagen können. Oder legt einen lieben Gruß vor die Tür. Hauptsache ihr macht was. Danke dafür!

Bis Heiligabend, herzlich

Eure Nici

Fotos: Kurt Bliefernicht, Susanne Dörfler und ich

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